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Rheinwoche 2006

Rheinwoche 2006

von Köln nach Emmerich

von Holger Vogt

“Kann man auf dem Rhein denn segeln?” war die Frage, die mir nach der Rheinwoche in Emmerich oft gestellt wurde. In drei Tagen von Köln-Porz nach Emmerich – das sind 175 Km auf dem Rhein. Bei Nichtsegelnden Rheinanwohnern fand unsere Leistung große Beachtung.

Für Viele ist der Rhein ein großer Fluss mit vielen Schiffen. Für mich ist er aber inzwischen viel mehr geworden, nämlich ein abwechslungsreiches und spannendes Wassersportrevier direkt vor der Haustür. Ich genieße es jedes Jahr einen Blick in die Höfe und Gärten der Rheinanlieger zu werfen, wenn wir im Wettstreit mit Gleichgesinnten, mit dem Strom und meistens gegen den Wind während der Rheinwoche auf dem Rhein segeln.

Die diesjährige Rheinwoche war mit 120 gemeldeten Schiffen, mit Mannschaften aus den Niederlanden, Ungarn und sogar aus Kanada auch gleichzeitig eine Wertungsregatta für zwei Internationale Meisterschaften.
Gesegelt wurde von Köln-Porz über Leverkusen-Hitdorf, Düsseldorf, Duisburg, Wesel nach Emmerich. Die erste Wettfahrt musste auf Grund des hohen Wasserstandes, verbunden mit einer stärkeren Strömung und zu wenig Wind zwar abgesagt werden, aber bereits auf unserem Weg nach Hitdorf konnten wir den Motor abstellen und unter Segel zu unserem ersten Etappenziel fahren.

Die weiteren Wettfahrten wurden dann unter Segel zurückgelegt, wobei bedingt durch das Hochwasser teilweise die Start- und Ziellinien verlegt werden mussten. Auch kenterten einige Boote, diese wurden aber durch die DLRG sofort gerettet. An dieser Stelle auch von hier ein herzliches Dankeschön an die vielen Helfer die uns jedes Jahr diese Regatta ermöglichen. In Emmerich wurde uns ein beeindruckender Empfang an der neu gestalteten Rheinpromenade beschert. Die Stadt Emmerich und der Yachtclub Emmerich haben zu einem schönen Ausklang der Rheinwoche beigetragen.

Es ist es jedoch für uns Rheinsegler beschämend, das die ersten vier Plätze um das “Blaue Band” von Mannschaften geholt wurden, die noch nie auf dem Rhein gesegelt sind! Es zeigt aber auch, dass das Segelrevier Rhein auch von nicht Ortsansässigen bewältigt werden kann und trägt somit zu Verbreitung des Flusssegelns bei.

Einen wunderbaren Erfolg erzielten die Clubmitglieder Anette Kleikamp und Gisela Erdmann mit ihrer Sailhorse. Von über 120 Booten erhielten sie den Preis für die beste Damencrew. Herzlichen Glückwunsch.

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