|
Ein Bericht von Jan Derkum
Mein
Interesse am Segeln habe ich mit etwa 5 Jahren entdeckt. Damals sind mein Vater
und meine beiden Schwestern mit mir zweimal mit Motorbootyachten durch die
Flüsse von Frankreich und Holland gefahren. Und etwa zum gleichen Zeitpunkt
haben mein Vater und ich begonnen, an den Wochenenden auf der Maas zu segeln.
Wir haben uns auch Charterschiffe auf dem Balaton, Neusiedlersee und in Hyère
geliehen.
Nachdem mein Vater die wichtigsten Segelscheine gemacht hatte, ist er in den
Kölner Yacht Club eingetreten. Zufällig traf er hier auch einen alten
Schulfreund, der mich seitdem viel beim Segeln gefördert hat. Ziemlich bald habe
ich Interesse an den Optis gefunden und nahm kurze Zeit später an der ersten
Regatta meines Lebens teil: auf dem Decksteiner Weiher. Das war ziemlich
aufregend, weil ich das Segeln eigentlich noch kaum beherrschte. Aber es hatte
mich gepackt!
Ab jetzt ging alles ziemlich schnell. Mein Vater kaufte für sich selbst ein
Schiff und hörte hierbei zum Glück auf den Rat meiner Mutter. Das Schiff wurde
zwar kleiner als zuerst gedacht, dafür aber schnell und sportlich: eine Dynamic.
Wir legten es an den Rursee, traten in den dortigen Segelclub ein und
verbrachten von diesem Zeitpunkt an fast jedes Wochenende am Rursee. Hier wurde
ich ziemlich schnell und nett in der Jugendgruppe aufgenommen und lernte von
Älteren den richtigen Umgang mit dem Opti.
Der Kölner Yacht Club stellte mir bald einen Rennopti zur Verfügung und in
den nächsten beiden Jahren war ich damit beschäftigt, meine Regatta-Positionen
im ersten Drittel zu sichern. Drei Mal haben mein Vater und ich an Botterfahrten
teilgenommen und hatten jedes Mal sehr viel Spaß. Langsam wurde ich aber zu groß
für den Opti und musste in eine andere Klasse wechseln.
Die erste Idee war, mit einem Kumpel zusammen Pirat zu segeln. Schließlich
habe ich aber angefangen, mit einem Laser vom Yacht Club Rursee zu trainieren.
Im gleichen Jahr haben wir einen günstigen eigenen Laser für mich gefunden und
ich trainierte unter der Anleitung eines guten Freundes mit dem Radialsegel. Ein
Jahr später (2005) segelte ich mit dem Standardsegel und betrieb den Segelsport
nun um einiges intensiver als die Jahre davor – unter anderem nahm ich an 4
auswärtigen Regatten und genauso vielen Ranglistenregatten teil. Meine besten
Plätze außerhalb der Ranglistenregatten waren der Gewinn des Blauen Bandes vom
Rursee und der 1. Platz bei der Regatta vom Segelclub Ville. In allen
Ranglistenregatten habe ich immer ganz konstant den 17. Platz geschafft. Ich bin
gespannt auf dieses Jahr.
Inzwischen möchte ich das Segeln nicht mehr missen. Es macht mir großen Spaß
und dient auch als Ausgleich. Eine Menge Leute – und einige ganz besonders –
haben sich für mich eingesetzt, mich trainiert, Tipps gegeben, Boote und
Material zur Verfügung gestellt, kleine und auch größere Schrammen aus meinen
Booten entfernt, Zubehör und Ersatzteile, Segelkleidung und Regattaverpflegung
besorgt und mir das Segeln, so wie ich es heute beherrsche, erst möglich
gemacht. Hierzu gehören Frank Bittner, der mir das segeln schmackhaft machte,
Marc Gelhausen, der mich trainiert, Armin Lutterbach, der sich vorzüglich um
mein Boot kümmert, meine Freunde, mit denen ich den Spaß am Segeln nicht
verliere. Außerdem danke ich hiermit meinen Eltern die mir so vieles ermöglichen
und natürlich auch dem KYC und dem YCR. Euch allen herzlichen Dank! Ihr habt mir
dies ermöglicht! |