Siegerpokal nach 62 Jahren zurück im Club

erstellt am: 30.09.2012 | von: redakteur | Kategorie(n): Club News, Fahrtensegeln, Geschichte

1950 feierte der damalige Kölner Segler Club (heute KYC)  in seinen nach dem Krieg wieder instand gesetzten Clubräumen am Rhein neben dem Rodenkirchener  Kapellchen sein 50jähriges Bestehen.  Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltete der Club eine Jubiläumsregatta für Piraten von Bonn nach Köln. Gesegelt wurde zum Ende der Saison am 8. Oktober 1950 um den „Ehrenpreis der Stadt Köln“, einen von den Kölner Werkschulen geschaffener Messingteller mit dem Wappen der Stadt Köln und der Inschrift „Köln – 1900 Jahre Stadt“. Die Trophäe gewann damals Hans-Joachim Wahl, Junior Mitglied des Kölner Segler Club  mit  „Brise“, einer von A & R  (Abeking & Rasmussen, Lemwerder, eine der weltbesten Werften für Holzboote)  gebauten Piratenjolle.

Nun, 62 Jahre später, wurde diese Trophäe von Frau Inge Wahl dem Kölner Yacht Club zur Aufbewahrung gestiftet.  Anlässlich der feierlichen Übergabe des Jubiläumstellers, hatte der Vorstand  einige Zeitzeugen und ehemalige Regattateilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. Die Teilnehmer von damals, die so genannten „Rodenkirchener Nachkriegsjugendlichen“ tauschten in der geselligen Runde nicht nur Erinnerungen aus sondern sponnen, wie unter Seglern üblich ihr „Seglerlatein“. Auch unser heutiges Vorstandsmitglied, Frau Margret Liesegang, gehört zu der Gruppe, die das Segeln in Köln nach dem Krieg wieder ankurbelten und populär machten.  Margret ist eines der Clubmitglieder, die quasi in den Club hineingeboren wurde. Waren doch ihr Großvater von 1906-1908 und ihr Vater in den 50iger Jahren Vorsitzende im Verein.

„Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als mein Vater in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kölner Segler Clubs  die Ehrengäste begrüßte, unter anderem den Regierungspräsidenten Dr. Warsch  sowie den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln Herrn Dr. Schwering. Obwohl ich bereits heute glückliche Urgroßmutter bin, werde ich von den „Damaligen“ immer noch als „dat Kind“ angesprochen“ sagte Margret auf dem Treffen.

Die Eingeladenen Hans-Josef Olepp, Reinold Hillebrand, Klaus Hammel, Dr. Jochem und Brigitte Nacken sowie Franzjosef und Martha Müller hatten mit Inge Wahl und einigen Vorstandskollegen einen so netten Abend, dass sie sich „geschworen“ haben, sich von Zeit zu Zeit  bei uns im Club oder im Fährhaus wieder zu treffen. Diese kleine Episode zeigt, was auch heute noch das Clubleben ausmacht: Menschen zusammenzubringen. Es bleibt nur noch zu hoffen, das unsere heutige Clubjugend in 50 Jahren von ebensolchen Erlebnissen berichten kann.


Kommentare

redakteur

sehr schöner Artikel

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